Mein Grossvater Erwin Rudolf Heman (17. Mai 1876 bis 7. September 1942) war Architekt. Er war aber auch ein leidenschaftlicher Illustrator, Exlibriszeichner und Aquarellist. Leider kannte ich ihn nicht wirklich, er starb, als ich 4 Jahre alt war. Aber einige wenige Bilder, Zeichnungen und das Gampiross, das er meiner Mutter zu ihrer Geburt (18. Januar 1907) bauen liess, landeten bei uns an der Lothringerstrasse.
Die Bilder sind so fotografiert, wie sie bei uns hängen; manchmal sind Licht und Distanz nicht ideal und auch Reflexe von irgendwoher habe ich in Kauf genommen – es geht ja um die Bild- und nicht um die fotografische Qualität.
An den Bildern liebe ich besonders die Abwechslung. Mein Lieblingsbild ist aber ganz klar das lesende Kind (die jüngere Schwester meiner Mutter) unter dem Sonnenschirm vom 30. Juli 1930, das wie der geschlossene Sonnenschirm im Kupferkessel vom August 1930 im Garten unseres ehemaligen Ferienhauses in Porto Ronco entstand. Der Ombrellino, so hiess unser Haus, das direkt am Ufer des Lago Maggiore unterhalb der Strasse nach Brissago stand, wurde dann in den Siebzigerjahren für eine Strassenbegradigung enteignet; die Kurve neben unserem Haus «behinderte» die Verbindung zur Grenze nach Italien auf der linken Seite des Sees. 
Zum Gampiross: wenn ich meine Bettwäsche wechsle und es regnet, hänge ich mein Deckbett statt auf das nasse Terrassengeländer eben auf meine seit 77 Jahren treue Begleiterin. Ich durfte sie als Kind nämlich auch benutzen, wir wohnten damals an der Mittleren Strasse 201 (heute Flughafenstrasse) und seit 1963 steht sie bei uns an der Lothringerstrasse. Ab und zu setze ich mich auch heute noch auf sie, voller Respekt…