Vor rund 40 Jahren wollte ich anfangen, Suppenschüsseln zu sammeln. Auf die Idee kam ich, weil in unserem Ferienhaus «Batzehüsi» ein wunderschönes Exemplar stand. Doch bald merkte ich, dass eine solche Sammlung unsere Platzverhältnisse sprengen würde. Die nächste Idee waren Teekannen – und den Start dazu hat Hansueli gemacht, der sich nicht für ein bestimmtes Modell entscheiden konnte und mir grad zehn «englische» Teekannen auf den Gabentisch gestellt hat (Bild 5, oberste Reihe). Und dass ich solche Objekte sammle, hat sich in unserer Bekanntschaft und unserer Familie schnell herumgesprochen.
Die meisten Exemplare bekam ich aber von den Beonen des Schwizerhüsli, den Ehefrauen der Philister der Studentenverbindung, der Hansueli (v/o Romeo) angehört, und die ich seit bald 30 Jahren jedes Jahr einlade, wenn die Verbindungsbrüder den Weihnachtscommers feiern. Als ich zu sammeln anfing, kam ich Jedoch nie auf die Idee, welche Vielfalt sich da ansammeln würde – von der zwei Zentimeter kleinen bis zum Bauernbuffet und vom kleinen Salzfass bis zum Tanzpaar, das allerdings verkehrt dargestellt ist: die Frau führt nämlich den Mann und nicht der Mann die Frau. Und mein Neffe Patrik Holstein hat in seinen Werkkursen, die er als Primarlehrer absolvierte, Teekannen sogar selber für mich hergestellt – ich habe in den ganzen Jahren nur ganz wenige selber gekauft.
Auf den fünf Bildern ist natürlich nur ein Teil der Sammlung zu sehen und ich habe extra keine Teekanne alleine fotografiert, weil alle ihren Reiz haben und keine den andern vorgezogen werden soll. Bis heute sind es nämlich rund 450 geworden und nur zwei Doubletten sind dabei, unter anderem auch dank Fränzi Hertner, dem Beo von René v/o Muus, unter anderem passionierte Flohmarktgängerin, die immer wieder Sachen entdeckt, die andere übersehen und auch – was meine Sammlung betrifft – immer wieder Neues entdeckt und daher von den andern oft um Rat gefragt wurde. 
Da alle Teekannen in unserem Wohnzimmer stehen, musste ich jedoch aus Platzgründen vor zwei Jahren aufhören zu sammeln –  eigentlich schade, aber wenns ums Putzen geht, eine kluge Entscheidung.